13. European N-Scale Convention 2018 in Stuttgart

Faktische Nachlese von Bernhard Blechinger

Am mehr oder weniger frühen Morgen des 21. November machten sich Adrian, Bernhard R., Markus von Karin begleitet, Norbert, Olga, Rainer und meine Wenigkeit vom jeweiligen Zuhause auf den Weg zur Messe Stuttgart. Wir folgten dem Ruf der 13. ENSC, der European N-Scale Convention, veranstaltet von I-N-G-A.NET. Als wir gegen Mittag eintrudelten befand sich der Aufbau in der neuen Halle 10 bereits in vollem Gange. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass es in der Halle schweinekalt war.
Mit unseren acht NTRAK-Standardmodulen reichte es in diesem Jahr nicht für eine eigene GermaNTRAK-Anlage. Unsere NTRAK-Module waren diesmal ebenso wie die von Bernhard R. betreuten zahlreichen T-TRAK-Module in das große NCI-Arrangement integriert.

Vom NCI wurden auch die zwei Übergangsmodule, die in Kooperation von GermaNTRAK und NCI gebaut wurden, für die Angleichung unserer dreigleisigen NTRAK-Norm an deren zweigleisige Module mitgebracht. Dank des von Veranstalterseite recht ordentlich geplanten Modul-/Anlagenlayouts sowie des Just-in-Time-Eintreffens unserer Nachbarvereine CMT Christliches Modellbahnteam und MEC Herrenberg mit ihren Modulen ging der Aufbau unserer NTRAK-Umgebung annähernd reibungslos vonstatten. Für T-TRAK war die Aufbausituation leider nicht so rosig, weil dort das Just-in-Time nicht so ganz geklappt hat. Bernhard R. legte am Donnerstagmorgen sogar noch eine kleine Frühschicht ein. Gleichwohl verließen wir allesamt gegen 19 Uhr durchgefroren aber größtenteils zufrieden die Halle und freuten uns auf einen gemütlichen Abend.
Zum Abendessen führte uns der Weg traditionell ins Cafe del Sol, das glücklicherweise wieder seine vorzüglichen „Schnitzel all you can eat“ auf der Speisekarte hatte. Nach einem langen harten Aufbautag gerade das Richtige. Angenehm gesättigt suchten wir schließlich die beiden Messeapartments auf, in denen wir wie in den Vorjahren ganz gut untergebracht waren. In geselliger Runde ließen wir den Tag ausklingen.

Am Donnerstag erwartete uns nach einem Bäckerei-Frühstück der erste Ausstellungstag. Die Messe öffnete ab 10 Uhr für Besucher. Wir und unsere Module waren gut vorbereitet. Die Gleise waren ordentlich geputzt und standen wie auch der eine oder andere von uns unter Strom.
Im NCI-Modularrangement herrschte Analogbetrieb mit Rechtsverkehr. Bei NTRAK betraf dies die Yellow- und die Red-Line. Die Blue-Line betrieben wir digital, z.B. für Rangierfahrten oder als Paradestrecke für Rainers MadMax-Lok. Für den Durchgangsverkehrs auf unserem Streckenabschnitt schufen wir durch Isolierstellen in jeder Fahrtrichtung zwei Blockabschnitte, die wir mit vier Trafos manuell recht gut im Griff hatten. Überhaupt verlief der Betrieb auf allen drei Lines unserer Module während der gesamten vier Ausstellungstage überaus stabil.
Aber nicht nur internationale Züge anderer Vereine geleiteten wir wohlbehalten durch unseren Streckenabschnitt. Wir schickten auch so manchen eigenen US-Zug ins Labyrinth des NCI-Modularrangements. Schnell wurden dabei wieder Erinnerungen an Vorjahre wach, dass nicht jede Strecke US-tauglich ist. Enge Radien, Steigungen, Tunnel oder ein selbst ernannter Zerberus können einen Ami-Zug durchaus vor Probleme stellen (gut, dass ich meine schweren Diesel-Loks, die Double-Stack Container Cars und die Hälfte meiner Freight Cars daheim gelassen habe). Früher oder später kam dennoch jeder unserer Züge gut zurück.
Am Samstag hießen wir auch wieder Tjark van Heuvel mit seiner Fotoausrüstung bei uns willkommen, der bis Sonntag in Stuttgart blieb und die Ausstellung wie gewohnt perfekt fototechnisch dokumentierte. Überraschend fand sich auch Rainer von NTRAK Swiss Division für einen Tag und eine Nacht bei uns ein. Beide kamen gerade rechtzeitig an, um das Highlight des Nachmittags zu erleben: Herrn Hiroshi Kato höchstpersönlich. Herr Kato verbrachte reichlich Zeit bei T-TRAK und wohnte anschließend der Präsentation einer Schülergruppe aus Kyoto bei, die ausführlich ihr Modul „Sommer in Kyoto“ vorstellte, mit dem sie einen Wettbewerb in Japan gewonnen hatte und nach Stuttgart reisen durfte. Die ca. halbstündige Präsentation spielte sich unmittelbar vor unseren GermaNTRAK-Modulen ab.
Während wir tagsüber von den fleißigen Küchenkräften des Veranstalters mit Kaffee, Kuchen und Soup of the Day umsorgt wurden oder mitgebrachte Hobo-Plätzchen aus der Blechinger-Backstube knabberten, versorgten sich an diesem Donnerstagabend beim alljährlichen internationalen Standfest alle Vereine gegenseitig mit Köstlichkeiten der teilnehmenden Länder. Unser Beitrag bestand aus dem beliebten Chili con Carne von Markus, Muffins aus dem Roll'schen-Backofen, Tortillachips, Pepsidosen und zwei Flaschen Whiskey bzw. Bourbon. Musikalisch gestaltete den Abend eine versierte junge 3-Mann-Band, die für beste Stimmung sorgte. Sogar Herr Kato schwang das Tanzbein. Gegen 22 Uhr ging das Fest mit „Ciao Bella Ciao“ allmählich zu Ende. Auch an unserem Stand hatten die Gäste bis dahin den letzten Tropfen geleert. Zurück im Apartment ergab sich wiederum ein Ausklang in geselliger Runde.

Der Freitag und Samstag begannen jeweils mit einem Frühstück bei REWE, bevor um 10 Uhr bzw. 9 Uhr die Ausstellung öffnete. Am Sonntagmorgen räumten wir die Apartments und frühstückten in der Messehalle. Um 9 Uhr startete der letzte Ausstellungstag.

Die drei Messetage Freitag bis Sonntag verliefen tagsüber nicht viel anders als der Donnerstag. Wir fanden auch genügend Zeit zum bummeln und shoppen durch die Convention und andere Messehallen, zum bestaunen originell und meisterlich gestalteter Module, zu Besuchen bei anderen Ausstellern, zu Plaudereien mit Besuchern unserer Module und natürlich zur Eigenwerbung. Für Freitag hatten außerdem Alexander Rudin und fürs Wochenende Thorsten mit seiner Familie ihren Besuch bei uns angemeldet und unterstützten uns beim Besucherandrang.

Der Freitagabend war zur freien Verfügung gestanden. Zum Abendessen hatten wir im Gasthaus „Anker“ reserviert, das wir im Vorjahr als gute Adresse kennen gelernt hatten. Im Apartment klang dann der Tag erneut in geselliger Runde aus.

Am Samstag stand ab 19 Uhr der I-N-G-A.NET-Abend im „Restaurant am Allianzstadion“ in Stuttgart Vaihingen an. Über die organisatorischen sowie speisen-, getränke- und bedienungstechnischen Qualitäten des Lokals erlaube ich mir den Mantel des Schweigens zu legen. Das wichtigste allerdings an diesem Abend war für GermaNTRAK, dass bei der Preisverleihung „N-Scale Convention Teilnehmer Preis“ bei 40 gemeldeten Modulen Rainers Modul den 4. Platz belegte und damit einen von fünf Gewinnen erhielt. Das zweitwichtigste war, dass der Samstag nicht in gewohnter Weise hätte ausklingen können, wäre es Adrian und mir nicht gelungen, um 21:59 (= 1 Minute vor REWE-Torschluss) noch einen für den Ausklang relevanten Einkauf zu tätigen.

Highlight am Sonntagnachmittag 16 Uhr war für GermaNTRAK die „Preisverleihung Zuschauerwertung“, bei der Rainers Modul den 2. Platz belegte und somit nochmal einen Gewinn errang.

Pünktlich um 18 Uhr endete die Convention, und es folgte allenthalben zügig ein geordneter Abbau. So wie wir gemeinsam aufgebaut hatten, unterstützten wir uns auch jetzt gegenseitig beim Abbau und Abtransport der Module und Ausrüstung. Nach üblichen zwei Stunden war die Arbeit getan. Wir verabschiedeten uns herzlich voneinander und machten uns erschöpft aber zufrieden mit der diesjährigen Convention auf die Heimwege. Markus und Karin brachen wie geplant erst am Montag auf.

Alle kamen wir gut zuhause an. Doch klang der Sonntag irgendwie anders aus als die Vortage.

Euer Bernhard B.

 

Bilder von GermaNTRAK gibt es hier zu sehen.

Bilder von Tjark gibt es in My Album 1 und My Album 2 zu sehen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen