Im Rahmen des „Stuttgarter MesseHerbst“ fand vom 17.11. – 20.11.2011 auch die Modellbau Süd statt. In der Oskar-Lapp Halle tummelten sich die Freunde der Modellbahn und des Modellbaus.
Alleine 3200 qm wurde der Modellbahn gewidmet. Auch die MOBA war wieder vertreten und zeigte viele Anlagen in H0 und größer.


Auf über 1600 qm fand die „6. European N-Scale Convention“ statt, wo aus 21 verschiedene Clubs aus aller Welt eine riesige N-Anlagen-Vielfalt zu sehen war.
Auch einige der großen Hersteller fanden wieder den Weg nach Stuttgart. Neben Märklin (inkl. Trix und Minitrix), Fleischmann, Roco, Hornby (inkl. Arnold), Lemke, Kato waren wie gewohnt auch sehr viele Kleinserienhersteller wieder in Stuttgart angereist. Neben den eigenen Ständen hatten viele der Hersteller auch wieder die Vitrinen-Show genutzt, um ihre Produkte zu präsentieren.
Einige der Kleinserienhersteller zeigten während der Messetage in Ihren Workshops wie Ihre Produkte hergestellt und zusammengebaut werden. Neben Lasern, Gießen und Weichenbau zeigte man auch die einzelnen Schritte wie das Produkt entsteht, oder wie man fertige Teile handhabt und Modelle altert.

Nach dem Aufbau am Mittwoch ging es dann zum „Cafe Del Sol“. Mal gut dass wir schon Tage vorher den Tisch reserviert haben. Es war wie immer sehr voll. Voll wurden auch unsere Mägen, denn es war wieder Schnitzelzeit. „ALL YOU CAN EAT“ war das Motto. Und da Thomas diesmal leider nicht dabei war, hat sich ein anderer Vereinskollege des „Nimmer satt“ angenommen, nein Namen werden nicht verraten. „Christian“ fühlte sich auch in unserer Runde ganz wohl und ich glaube er ist in den ganzen Tagen auch etwas Runder geworden ;-)
Am selben Abend haben wir für den Freitag gleich wieder einen Tisch bestellt. Eigentlich war schon alles ausgebucht aber für unsere acht gemeldet Personen für diesen Abend wollten Sie noch etwas freischaufeln. Nur anstatt der acht Personen tauchten wir auf einmal mit 16 Personen auf. Neben den Mitgliedern aus Südafrica schlossen sich noch ein paar Kleinserienhersteller an. Nun ging erst mal eine gefühlte halb Stunde das Tische und Stühle rücken los, bevor wir alle einen Platz hatten und bestellen konnten. Es ging halt etwas beengt zu, was aber einige nicht davon abhielt auch ein drittes Schnitzelmenu zu sich zu nehmen. Wie gesagt, Thomas war nicht da ;-)
Beengt ging es diesmal auch am INGA-NET Abend zu. Kurzfristig musste eine andere Lokalität organisiert werden, die aber gut zu Fuß am Flughafengelände lag. Es gab ein warmes Buffet mit verschiedenen Sachen, so das für jeden etwas dabei war. Auch der nicht genannte „Nimmer satt“ hatte genug zu essen. Er belegte gleich einen Tisch im Zelt wo das Buffet aufgebaut war und ich kann mich nicht erinnern ob ich Ihn noch mal woanders gesehen habe ;-)

Neben den Anlagen und Modulen der INGA-NET Partner fanden auch wieder neue N-Clubs den Weg nach Stuttgart. Die Modulgruppe „N160 VZW“ aus Belgien zeigte auf Ihren Modulen eine original nachgebaute Strecke in Ihrer Heimat. „Lemiso“ zeigte ein eingleisiges Modularrangement, während „Roy Bergauer“ sich auf seine Schmalspuranlagen, Dioramen und Produkte konzentrierte. Extra aus Johannisburg/Südafrika waren die vier Teammitglieder der „N Gauge Guildo of South Africa“ mit zwei wunderschönen Modulen angereist. Sie haben mit Ihren Modulen nicht nur die Zuschauer in Ihren Bann gezogen, auch eine Jury aus Experten der Modellbahnszene haben Sie so beindruckt, das Sie wohlverdient den ersten Preis bei einen Wettbewerb gewannen. Kein geringerer als Herr Kato persönlich überreichte den ersten Preis bei der INGA-NET Abendveranstaltung.
Die NTrak-Anlage wurde aus 20 Modulen aufgebaut und Dank Bernhards Kreuzung an den Internationalen Verkehr angeschlossen. Somit verkehrten auf der Red-Line Internationale Züge. Manchmal gab es wegen des „Fremdverkehrs“ einige Störungen die aber nicht immer zuzuordnen waren aber dennoch gelöst wurden, irgendwie….
Auf der Yellow-Line wurde Analog gefahren und mächtig lange Züge eingesetzt. Spitzenreiter war ein Kesselwagenzug mit einer Gesamtlänge von 11 Meter. Gezogen wurden die 74 Güterwagen von vier Dieselloks die 292 Achsen bewältigen mussten. Auf der Blue-Line wurde fast wie üblich auf Digital gefahren, so dass immer mehrere Züge unterwegs waren. Hervorheben möchte ich noch mal die Module von Adrian die in letzter Zeit von Ausstellung zu Ausstellung immer besser ausgestaltet werden. Weiter so und nur nicht nachlassen. Mein Lob gilt auch der ganzen Mannschaft die es geschafft hat diesmal kein Chaos im Innenraum zu hinterlassen. Ob es nun an den wenigen Teilnehmern oder den erstellten Arbeitsplan von Günter liegt muss sich bei den nächsten Ausstellungen zeigen ;-)

Ebenfalls eine weite Strecke legten zwei T-TRAK Module per Flugzeug aus Ottawa/Kanada zurück. John Kabesh vom „Ottawa Valley N-Trak“ Club reiste diesmal alleine nach Stuttgart an, um die T-TRAK Anlage mit den Modulen zu erweitern. Wie im letzen Jahr ausgemacht sollte jeder Verein ein Landestypischen T-Trak Modul beisteuern. Neben der Freiheitsstatue, Mount Rushmore National Memorial oder den Big Ben samt Londener U-Bahn Station mit 1000 aufgeklebten Figuren, fanden sich noch andere landestypische Module in der Anlage. Hans-Werner fertigte für diesen Event extra vier neue T-TRAK Kurven an, die in der Ausgestaltung mit dem „Grünzeug“ sehr gut herüber kamen. Danke auch an Renate, Hans-Werner, Rainer und John, dass Ihr Bernhard tatkräftig bei der Präsentation von T-TRAK unterstützt habt. Besonders die Kids mit Ihren Eltern fanden die kleinen Module die einfach auf den Tisch aufgebaut werden sehr praxisnah.

Landestypisch ging es auch wieder am Kulinarischen Abend zu. Traditionell wird am Donnerstag nach der Messe eine lange Theke aus Tischen zusammen gestellt. Jeder Verein bringt Spezialitäten und Landestypische  Genuss- und Nahrungsmittel mit. So gab es z.B. wieder unsere leckere Chilly-Suppe, geschmolzenen Käse aus der Schweiz, Fisch-, Fleisch-, Wurst aus allen Herrenländern. Von den ganzen anderen Leckereien  und Getränken ganz zu schweigen.

Nach der positiven Resonanz im letzten Jahr fand zum zweiten Mal der „Highspeed Wettbewerb“ statt. Für den Samstag konnten sich Einzelpersonen, Vereine wie auch Besucher der Messe für diesen Wettbewerb anmelden. Gestartet werden konnte in der Kategorie Serienfahrzeuge und zum anderen in der Kategorie Spezialfahrzeuge. Selbst in der Kategorie der Serienfahrzeuge, also ganz normale Fahrzeuge aus der Schachtel, kamen Geschwindigkeiten mit umgerechnet über 500 km/h heraus. Unser Christian startete in dieser Kategorie und hielt lange Zeit ein Podiumsplatz inne, bevor er zum Schluss doch noch auf den vierten Rang abrutschte. Bei den Spezialfahrzeugen wurde nicht immer auf Geschwindigkeit gesetzt. Einige beließen es bei optischen Akzenten und setzten so einige Highlights. So wurde z.B. eine schwere Dampflok kurzerhand von einer Draisine per Muskelkraft gezogen, oder unser Bat-Train (belegte den 5. Platz) fegte über das Gleis. Das schnellste Fahrzeug in dieser Kategorie fuhr übrigens umgerechnet über 1800 km/h. An den anderen Tagen konnten sich die Besucher daran üben eine bestimmte Strecke in einer bestimmten Geschwindigkeit zu durchfahren. Hier ging es dann nicht darum der schnellste zu sein, sondern das man ein Gefühl dafür bekommt eine realistische Geschwindigkeit zu fahren.

Insgesamt eine schöne  Ausstellung  mit Schwerpunkt auf der N-Modellbahn und vielen Kleinserienherstellern die man sonst nicht so kompakt antrifft. Diesmal auch viele große Hersteller und Dank MOBA für die Besucher auch wieder mit H0-Modellbahnen. Man kann nur hoffen dass die Modellbau-Süd so erhalten bleibt bzw. noch weiter ausgebaut wird.